Machbarkeitsstudie für Fernwärmeprojekt Weesen in Auftrag gegeben
Die Politische Gemeinde Weesen beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit der Frage, wie eine nachhaltige Wärmeversorgung im Gemeindegebiet aufgebaut werden könnte. Im Zuge der Sanierung der Kantonsstrasse und der Linthstrasse wurden bereits Fernwärme-Hauptleitungen in Teilbereichen verlegt. Dafür investierte die Gemeinde rund 2,5 Millionen Franken.
Die Urnenabstimmung vom 18. Juni 2023 hatte zum Ziel, die Möglichkeit einer zukünftigen Fernwärmenutzung offen zu halten. Dabei wurde bewusst noch keine konkrete Energiequelle oder ein konkreter Betreiber festgelegt. Um die nächsten Schritte fundiert beurteilen zu können, soll nun eine Machbarkeitsstudie erarbeitet werden. Diese untersucht insbesondere mögliche Energiequellen wie Seewasser oder die Nutzung von Abwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage Linth. Zudem werden das realistische Absatzpotenzial, die Investitions- und Betriebskosten, mögliche Wärmepreise sowie verschiedene Trägerschafts- und Finanzierungsmodelle analysiert.
Der Auftrag für die Erstellung der Studie wurde an die Renercon AG aus Knonau vergeben. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung von Fernwärmeprojekten spezialisiert und verfügt über langjährige Erfahrung im Aufbau von Wärmeverbunden. Die Kosten für die Machbarkeitsstudie betragen insgesamt rund 34000 Franken. Im Budget 2026 ist dafür ein Betrag von 35000 Franken vorgesehen. Zudem wurde beim Kanton St. Gallen ein Fördergesuch eingereicht. Bei einer erwarteten kantonalen Unterstützung von rund 50 Prozent reduziert sich der Kostenanteil der Gemeinde voraussichtlich auf etwa 17000 Franken.
Die Machbarkeitsstudie wird innerhalb von rund vier Monaten erarbeitet. Der Gemeinderat rechnet damit, dass die Ergebnisse gegen Ende August 2026 vorliegen. Anschliessend wird entschieden, ob und in welcher Form das Projekt Fernwärme Weesen weiterverfolgt werden soll.